Am 4. März 1922 wurde zum ersten Mal das berühmte Kaufmanns-Haus in der oberen Mengstrasse als „Budenbrook-Haus“ der Öffentlichkeit übergeben.

Anwesend war neben Vertretern der Behörden und vielen Lübecker Kunstfreunden auch der Autor höchst persönlichst selbst. Thomas Mann weilte der Eröffnung in den frisch renovierten Räumen seines Elternhauses.

Die Stadt Lübeck selbst schien versöhnt mit dem einstigen „Nestbeschmutzer“, die Vaterländischen Blätter beschrieben mittlerweile das Buddenbrook-Haus im Manns Roman über die Lübecker Kaufmannsfamilie milde als

„liebevolle und plastische Schilderung“,

die der Dichter seiner Stadt gewidmet hat. Nun hoffte die Stadt, Kapital aus dem Weltroman zu generieren und das berühmte Haus gegenüber der Marienkirche zu einem

„steinernen Symbol für die Geschichte der Patrizierfamilie Buddenbrook“

entwickeln zu können. Diele und erstes Geschoss wurde gemäss der Romanschilderungen rekonstruiert. Besonders stolz war man bei seiner Entstehung auf die Diele. Das untere Geschoss wurde allerdings inklusive Diele und weiterer Räume von der „Buddenbrook-Buchhandlung“ genutzt.

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