DENKMALSCHUTZ FÜR DIE NÖRDLICHE WALLHALBINSEL

Entscheidung eines längst überfälligen Denkmalschutzes: Der Bauausschuss kündigte an, dass von nun an das gesamte Areal der nördlichen Wallhalbinsel unter Denkmalschutz steht. Und setzte damit die Investorengruppe vor vollendete Tatsachen.

Doch die PIH-Investorengruppe mit deren Sprecher Volker Spiel nimmt es gelassen. Die Unterschutzstellung wurde nicht nur erwartet, sondern immer schon erwünscht. Denkmalschutz bestand bisher lediglich für die historischen Hafenschuppen und Kaimauern sowie die einzigartigen Hafenkräne. Überraschung und Verärgerung herrscht vielmehr bei den Baupolitikern der Christdemokraten. Für Volker Brock (CDU) hätte diese Entscheidung auch schon vor Jahren fallen können – und nicht erst jetzt.

Stadtplanerin Christine Koretzky verweist auf das neue Denkmalschutzgesetz und der Tatsache, dass die Unterschutzstellung schliesslich seine Zeit benötigt und die Denkmalschützer schlicht und ergreifend erst jetzt dazu gekommen sind. Koretzky betonte in den Lübecker Nachrichten (LN), dass trotz Denkmalschutz die Hafenschuppen wie vorgesehen umgebaut werden können. Einschränkungen gebe es hingegen bei Bau eines neuen Parkhauses und eventuellen Umbauten des Medienhauses.
Volker Spiel könnte auch damit leben, auf das geplante Parkhaus zu verzichten. Wichtiger sei das neue Hotel, das aber dem Denkmalschutz nicht im Weg ist. Die Lübecker Nachrichten selbst werden ebenfalls ihren auf der nördlichen Wallhalbinsel geplanten Neubau überplanen müssen. Entgültig erledigt sei allerdings das Kailinie-Projekt der KWL – sowohl politisch wie auch planungsrechtlich. Den Anwohner mag es recht sein – Luxuswohnungen gibt es in Lübeck schliesslich bereits genug.

Quartier nördliche Wallhalbinsel


 

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